Rückblick: Jürgen Wegscheider & Markus Maria Winkler – Vom Meer, vom Moor und von der Heide

Die zwei Schauspieler Jürgen Wegscheider und Markus Maria Winkler nahmen uns mit auf eine spannende literarische Reise durch den Norden Deutschlands. Sie erzählten von der Sehnsucht nach der großen Welt, von der Weite und dem ewigen Horizont, von den Naturgewalten und vom tosenden Meeresrauschen, von Hamburg und anderen Städten, vom Flüstern des Moores und von der blühenden Heide. Zu Wort meldeten sich auf den verschiedenen Stationen dieser Reise Hermann Allmers, Theodor Storm, Wolfgang Borchert, Stine Andresen, Detlev von Liliencron, aber auch Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz, Friedrich Hebbel, Heinrich Heine, Annette von Droste-Hülshoff und Christian Morgenstern. Schiff ahoi und Leinen los und herzlich willkommen an Bord!

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Kulturbüro der Gemeinde Wardenburg im Innenhof der Hofbuchhandlung statt.

Rückblick: Live-Podcast mit Franziska Jebens und Kathrin Wellmann

„Was treibt Dich an?“

Diese Frage wurde der Bestsellerautorin Franziska Jebens und Kathrin Wellmann bei unserem Live-Podcast im Rahmen des neuen Interview-Podcasts „Lass mal treffen!“ von Franzi aus dem Publikum gestellt.

Franziskas Antwort darauf: „Etwas zu erschaffen. Egal, ob ein Sauerteigbrot oder ein Buch.“

Wir sprachen miteinander über unseren Antrieb, unsere Lebenswege, über mutige Entscheidungen, Schlüsselmomente und Herausforderungen und die Bücher, die uns auf unseren Wegen geprägt haben. Wir sprachen über den neuen Interview-Podcast „Lass mal treffen!“ und das Veranstaltungskonzept „Ein Bücherabend am Meer“, das wir gemeinsam entwickelt haben, und das ab Oktober in der Hofbuchhandlung zu erleben sein wird.

Das ungewöhnliche Veranstaltungskonzept, das die Besucherinnen und Besucher auf dem Hof der Hofbuchhandlung begeistert hat, wurde von der Kulturförderung des Landkreises Oldenburg finanziell unterstützt – und auch zu Support im Allgemeinen und Kulturförderung im Speziellen hatten Franziska und ich etwas zu sagen.

Nachzuhören ist das Gespräch schon bald auf den gängigen Streamingplattformen.

Rückblick: Krimilesung mit Chris Warnat – 15 Sekunden

Zwei Menschen flüchten aus dem Wald. Doch wer ist Opfer und wer ist Täter?

Nur wenige Sekunden dauert der Unfall, der Farahs Leben für immer verändert. Inmitten der nächtlichen Dunkelheit stürzt ein Mann aus dem Wald – und direkt vor ihren Wagen. Als sein Körper die Windschutzscheibe zerschlägt, scheint auch Farahs Herz für einen Augenblick stillzustehen. Doch dann richtet sich das Opfer wieder auf … und läuft einfach weiter. Benommen folgt Farah ihm in die Finsternis. Nicht ahnend, dass noch jemand anderes ganz in der Nähe ist …

Am Ende hat uns ein Gewitter verschont – dabei hätten Regen und Gewitter super zum Setting von „15 Sekunden“ gepasst!

So aber hatten wir einen gemütlichen Abend mit Chris Warnat auf dem Hofbuchhandlungshof, konnten uns trocken in die Geschichte der Protagonisten reindecken und erfuhren dazu noch einiges über die Entstehung des Buches – ein toller Abend!

Rückblick: Krimilesung mit Daniele Palu – Marconi und der verschwundene Wattschützer

In einer Julinacht verschwindet der Naturschützer Piet Lorenzen.
Schnell drängt sich der Verdacht auf, dass die Tat in Verbindungzur umstrittenen Ölbohrinsel «Mittelplate „A“ steht, die vielen Anwohnern von St. Peter-Ording ein Dorn im Auge ist. Doch dies ist nicht die einzige Spur, der Marconi und sein Team – wieder einmal auf eigene Faust – nachgehen. Stimmen die Gerüchte, Lorenzen sollte ein lukratives Grundstück erben, für das ihm ein Immobilienhai ein Vermögen geboten habe? Und worum ging es bei dem Streit mit seiner schwangeren Freundin am Vorabend des Verschwindens?

Auch privat ist Marconi wieder voll im Einsatz. Seine Nichte Klara ist verknallt – und das ausgerechnet in Marconis Erzfeind Fabian Holthausen von der Umweltschutzorganisation GreenPlanet. Chaos an allen Fronten. Währenddessen versucht Marconi weiterhin, den Kindern ein guter Ersatzvater zu sein, kocht
mit ihnen «Labskausagne» und muss sich gegen das Jugendamt behaupten. Als dann eine Leiche gefunden wird – mit Öl übergossen und Möwenfedern übersät –, verdichten sich die Indizien im Fall Lorenzen zu einer ungeahnten Tragödie.

Ein Kommissar mit großer Sehnsucht nach Italien, Sankt-Peter-Ording als Kulisse für einen verschwundenen Wattschützer, Anke Schierhold-Vergin, die als ehemalige Plattdeutschbeauftragte spontan den plattdeutschen Redepart eines Kneipenwirtes übernommen hat, Rezepte von Spaghetti Krabbonara über Labskauslasagne und Friesenouzo fürs Publikum ergaben in Summe einen wunderbaren Start in unseren Literatursommer 2025.

Kooperationsveranstaltung mit dem Kulturbüro der Gemeinde Wardenburg.

Rückblick: Bernadette Olderdissen – Zwischen ewigem Sommer und tiefster Nacht

Mit zwei Reisegruppen konnten wir zusammen mit der Autorin Bernadette Olderdissen in den Norden Schwedens reisen.

Wir bewegten uns mit ihrem Buch „Zwischen ewigem Sommer und tiefster Nacht“ zwischen Wintersonnenwende und Mitsommer, hörten von torkelnden Elchen und singendem Eis, sahen wunderschöne Schneelandschaften und traumhafte Sommernächte und erlebten ein Jahr von Bernadette Olderdissen in Lappland mit. Was für ein spannender Einblick in die acht Jahreszeiten am Polarkreis.

Die Veranstaltung wurde von der Kulturförderung des Landkreises Oldenburg gefördert, vielen Dank dafür.

Rückblick: Krimilesung mit Hendrik Berg in der Gemeindebücherei Wardenburg

Zu einer Krimilesung mit dem Autoren Hendrik Berg am Montag, 4. November um 19 Uhr in der Gemeindebücherei luden wir in Kooperation mit der Gemeinde Wardenburg herzlich ein. Gelesen wurde aus „Sturmnacht“ (2023) aus der Nordsee-Krimireihe um Kommissar Theo Krumme.

Seitdem es den Berliner Kommissar Theo Krumme nach Nordfriesland verschlagen hat, kann er Leben und Arbeit ruhiger angehen. Mit den norddeutschen Eigenarten kommt er immer besser zurecht, da seine sympathische Art häufig im Gegensatz zu den kauzigen, teils abweisenden Charakteren in seiner neuen Heimat steht. Sein aktueller Fall führt ihn auf die Insel Amrum. Dort gab es einen brutalen Mord am idyllischen Badestrand. Einziger Zeuge ist der siebenjährige Tomme. Nur er kennt das Gesicht des Täters und gerät dadurch selbst in Lebensgefahr. Kommissar Theo Krumme und seine Kollegin Pat ermitteln auf der kleinen Insel mitten im nordfriesischen Wattenmeer. In einem Wett lauf gegen die Zeit setzen sie alles daran, den Mörder zu fassen. Es geht um Ehre, Freundschaft und die Kraft der Familie. Bei einem Kampf um Leben und Tod in den Amrumer Dünen erfüllt sich ein überraschendes Schicksal.

Ein toller Krimiabend in der gemütlichen Gemeindeücherei!

Rückblick: Lesung mit Elfi Conrad aus „Schneeflocken wie Feuer“

Während eines Klassentreffens holen Erinnerungen die fast 80-jährige Dora ein. Der Roman „Schneeflocken wie Feuer“ nimmt die Zuhörenden mit auf eine Zeitreise ins Deutschland der 1960er Jahre, in den von der Nachkriegszeit geprägten Harz. Dort wagt es das 17-jährige Ich der Protagonistin dem eigenen Begehren nachzugehen: den von Rockmusik begeisterten Musiklehrer zum Tanz aufzufordern und mit ihm gesellschaftliche Tabus zu durchbrechen. Der reflektierende Blick der lebenserfahrenen Dora auf ihr Verhalten als junge Frau, energetisch nach Selbstbestimmung strebend, eröffnet eine ehrliche und unkonventionelle Perspektive auf damalige gesellschaftliche Zwänge, die klug mit ihrer gegenwärtigen Sicht auf Rechte von Frauen verwoben werden.

Die Lesung fand in Kooperation mit dem Gasthof Dahms Dahms´ Saal statt.

Rückblick: Thomas Matiszik liest aus „Finger weg – Das Handbuch für den ungeschickten Mann“

„Ich kann schreiben, ich kann singen, Geschichten erzählen und ein bisschen kochen“, beichtete uns Thomas Matiszik. „Abgesehen davon gibt es eine Menge Dinge, die ich nicht einmal ansatzweise beherrsche!“

Das Buch »Finger weg!« ist eine äußerst humorvolle Abrechnung des Autors mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten im Bereich der – im weitesten Sinne – handwerklichen und praktischen Fähigkeiten. Matiszik richtet sich an all jene Männer, denen es ähnlich geht und die sich ihrer Unfähigkeit grämen oder schämen. Und an ihre Partner:innen, die sich fragen, ob nur sie so ein Exemplar zu Hause haben. Ihnen allen ruft Matiszik zu: Gehet raus und zeiget der Welt, was Ihr NICHT könnt. Dann wird alles gut!

Das alles verpackte Matiszik charmant in seine Lesung, garnierte diese mit Musik und Gesang – begleitet von Profimusiker Marius Ader – war eine wunderschöne letzte Veranstaltung in der Draußen-Saison 2024 – an einem lausig kalten, aber trotzdem herzenswarmen, lustigen Spätsommerabend.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Kulturbüro der Gemeinde Wardenburg statt.

Rückblick: Annie Heger liest aus „Sei der Wind, nicht das Fähnchen“

Annie Heger ist wohl eine der bekanntesten Entertainerinnen des Nordens und Paradiesvogel unter den ostfriesischen Möwen. Sie mischt überall mit und sich ein: Als Radiokolumnistin der NDR-Kultkolumne „Hör mal’ beten to!“, Buchautorin und Literaturpreisträgerin, oder auf der Bühne mit gesellschaftskritischem Musikkabarett. Sie moderiert landauf, landab von Berlinale über Bandwettbewerb bis Bundesfamilienministerium, Weideaustrieb bis Grünkohlweltmeisterschaft. Kurzum: Annie Heger – der Paradiesvogel unter den ostfriesischen Möwen – macht ganz schön viel Wind.

Wie schön, dass sie auf ihrer Reise in der Hofbuchhandlung Halt gemacht hat, um aus ihrem autobiographischen Buch „Sei der Wind, nicht das Fähnchen“ zu lesen und zu singen.

Die Lesung fand als Kooperationsveranstaltung zwischen dem Kulturbüro der Gemeinde Wardenburg, dem Gasthof Dahms und der Hofbuchhandlung statt.

Rückblick: Lesung mit Helga Bürster aus „Als wir an Wunder glaubten“

Ende der 1940er Jahre: Der Krieg ist endlich vorbei – doch in dem kleinen Ort Unnenmoor haben die Menschen kaum in ihr Leben zurückgefunden, wie auch im Rest des Landes nicht. Die alten Gewissheiten haben sich als falsch erwiesen, alles, woran man glauben und woran man sich festhalten konnte, taugt ebenso wenig als sicherer Grund wie das Moor. Wanderprediger verkünden den nahenden Weltuntergang und versprechen zugleich Heilung und Erlösung.
Die elfjährige Betty Abels und ihre Mutter Edith kommen gerade so über die Runden. Der Vater ist im Krieg geblieben. Als Betty eines Nachts verschwindet und ihr Freund Willi grün und blau geschlagen im Ort auftaucht, gibt es nur eine Erklärung: Da sind Hexen am Werk. Und wer könnte es wohl eher gewesen sein als die hübsche Edith, die sich zu fein ist für die Männer, die noch übrig sind? Betty und Edith wird zunehmend das Leben schwergemacht. Doch während das Gerede über Hexen immer lauter wird, rückt mit der Trockenlegung des Moors der Fortschritt heran und verspricht den Menschen in Unnenmoor einen Neuanfang …

Die Lesung in Kooperation zwischen uns, dem Landfrauenverein Wardenburg und der Alten Ziegelei Westerholt war ein voller Erfolg, die Lesung in der gemütlichen Ziegelei zwar norddeutsch kalt und regnerisch, damit aber sehr passend zur Geschichte, zum Moor, zur Stimmung des Buches. Und die Stimme von Frau Bürster hat es wirklich geschafft, von innen zu wärmen…

Rezension bei NDR Kultur